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Weihnachtskarten im TTG: Handwerkliche Kreativität und kleine Lernerfahrungen

  • Autorenbild: Schule Faro IGC
    Schule Faro IGC
  • 13. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Mit dem Beginn des Winters haben die TTG-Kinder an einem weihnachtlichen Projekt gearbeitet, das Schlichtheit und Sorgfalt miteinander verbindet: drei handgenähte Weihnachtskarten. Dieses Projekt ist Teil ihres kontinuierlichen Lernprozesses und ergänzt die Arbeiten, die sie nach und nach in ihrem Journal sammeln – ein wachsendes Buch voller Erfahrungen, Farben und Erinnerungen.


Erstes Design: ein genähter Weihnachtsbaum

Das erste Motiv war ein Weihnachtsbaum aus geraden Stichen auf vorgelochter Kartonage.Jedes Kind interpretierte das Muster auf seine eigene Weise: Einige zeichneten zusätzliche Details ein, andere verwendeten kräftigere Farben, und wieder andere konzentrierten sich darauf, die Stiche möglichst gleichmäßig zu setzen.Ein ruhiger Einstieg, der half, in den Rhythmus des handwerklichen Arbeitens hineinzufinden.



Zweites Design: zwei Farben in Kreuzstichen

Für die zweite Karte arbeiteten die Kinder mit zwei gekreuzten Fäden, was etwas mehr Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit erforderte.Es war eine gute Übung für die Konzentration, und viele stellten überrascht fest, wie stark ein Motiv sich verändern kann, wenn nur die Farben anders gewählt werden. Diese Entdeckungen führten zu kleinen Gesprächen, Vergleichen und spontanen Entscheidungen an jedem Tisch.


Drittes Design: ein weihnachtlicher Kranz

Das letzte Motiv war ein Weihnachtskranz, ebenfalls aus wiederholten Kreuzstichen.Jedes Kind arbeitete in seinem eigenen Tempo, und die kleinen Unterschiede zwischen den Kränzen gehören ganz selbstverständlich zum handwerklichen Arbeiten. So entstanden sehr persönliche und individuelle Ergebnisse.




Zwischen den Stichen … unerwartete Gespräche

Wie so oft, wenn die Hände beschäftigt und die Gedanken frei sind, entstanden unterhaltsame und überraschende Gespräche:von fast märchenhaften Visionen über völlig nachvollziehbare Pläne wie „Wenn ich im Lotto gewinne…“ bis hin zu spontanen architektonischen Themen – darunter die Sagrada Família in Barcelona und die Frauenkirche in Dresden.

Und natürlich begleitete uns die Musik: klassische Stücke, entspannende japanische Melodien und Weihnachtslieder… darunter eines, das sich fast ein Dutzend Mal wiederholte (welches genau, bleibt unser kleines Geheimnis, jijijij).All das sorgte für eine lebendige, neugierige und fröhliche Atmosphäre, in der das Projekt fast wie von selbst voranschritt.


Ein Prozess, der Schritt für Schritt lehrt

Das Projekt bestand aus weit mehr als dem Nähen selbst.Bevor die Kinder anfangen konnten, durchbohrten sie eigenständig die Kartonagen, um die Grundlage für die Näharbeit vorzubereiten. Auch wenn nicht jeder einzelne Schritt ausführlich erklärt wird, versteht man leicht, wie viel Arbeit in den Karten steckt: entwerfen, vorlochen, anpassen, nähen, auftrennen und erneut versuchen.

Die Kinder mussten Löcher zählen, die Fadenspannung korrigieren und gelegentlich etwas zurücknehmen, wenn es nicht passte.

Es sind einfache, aber wertvolle Lernerfahrungen, die handwerkliches Geschick fördern und helfen, ruhig und konzentriert zu arbeiten.


Abschließende Präsentation: ein besonderer Touch

Nachdem alle Karten fertig waren, bereiteten die Kinder die passenden Umschläge vor und kombinierten sie mit den Kartonmotiven.Zum Schluss wurde jede Karte in ein Cellophan-Tütchen gelegt – mit einer Präsentation, die ein wenig an eine Papeterie erinnert.Dieser kleine, liebevolle Schritt ließ viele Kinder ihren Arbeiten mit besonders viel Stolz begegnen.


Ein weiteres Projekt für ihr Journal

Wie alle TTG-Arbeiten nimmt auch dieses Projekt seinen Platz im Journal der Kinder ein. Dort bewahren sie nicht nur die Ergebnisse auf, sondern auch Spuren ihres Weges, ihrer Fortschritte und ihrer kreativen Erfahrungen.Ein Raum, in dem sichtbar wird, wie sie mit der Zeit an Sicherheit und Selbstständigkeit gewinnen.



Ein weiterer Einblick in das pädagogische Konzept der Schule Faro

Projekte wie dieses zeigen, wie an der Schule Faro gelernt wird:

  • mit Zeit und Raum zum Entdecken,

  • in einem Tempo, das dem Kind entspricht,

  • und mit Wertschätzung für den Prozess ebenso wie für das Ergebnis.

Mit einfachen und dennoch bedeutungsvollen Aktivitäten entdecken die Kinder, was sie schaffen können, wenn sie aufmerksam, humorvoll und neugierig arbeiten. Und vor allem lernen sie, dass jede einzelne Naht – genau wie jedes Lernen – zählt.

 
 
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